Die Jungen EuropÀischen Föderalisten appellieren an den EuropÀischen Rat und die EuropÀische Kommission, dem designierten US-Botschafter Ted R. Malloch die Akkreditierung zu verweigern.
PressemitteilungÂ
Berlin, 17. Februar 2017 â Die Jungen EuropĂ€ischen Föderalisten (JEF) Deutschland arbeiten seit mehr als 65 Jahren fĂŒr ein freies und geeintes Europa. Die europĂ€ische Integration hat Frieden, Wohlstand und Toleranz auf dem Kontinent ermöglicht. Mit mehr als 3.000 Mitgliedern deutschlandweit und Partnersektionen in 35 LĂ€ndern Europas, arbeiten die JEF daran, den wertvollen Gemeinschaftssinn zu stĂ€rken und streben nach gröĂerer demokratischer Legitimation und SolidaritĂ€t zwischen den europĂ€ischen Partnern.
Ted R. Malloch hat den Brexit befĂŒrwortet, er ist ĂŒberzeugt, dass der Euro zum Scheitern verurteilt ist und hat verlautbart, die EuropĂ€ische Union mĂŒsse âein wenig gezĂ€hmt werdenâ, wĂ€hrend er das europĂ€ische Friedensprojekt mit der Sowjetunion vergleicht. Mit solchen Aussagen stellt sich Malloch nicht nur gegen alles, wofĂŒr die JEF stehen, er beleidigt damit auch alle demokratisch-gesinnten EuropĂ€er und letztlich einen beispielhaften Prozess der Einigung frĂŒher verfeindeter Nationen.
Ebendieser Mann ist nun designierter Botschafter der Vereinigten Staaten bei der EU. Dabei sind die Vereinigten Staaten der wichtigste Partner, Freund und langjĂ€hrige UnterstĂŒtzer der europĂ€ischen Integration.
Wir sind der festen Ăberzeugung, dass die EU einen solchen Affront nicht tolerieren darf, insbesondere nicht von einem Partner, mit dem sie eng verbunden ist im gemeinsamen Bestreben der StĂ€rkung von StabilitĂ€t, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weltweit.
Die JEF möchten daran erinnern, dass es eine der Kernaufgaben eines Botschafters ist âfreundschaftliche Beziehungen zwischen Entsendestaat und Empfangsstaat zu fördern und ihre wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen auszubauenâ, wie es das Wiener Ăbereinkommen ĂŒber diplomatische Beziehungen beschreibt. Ein offizieller US-ReprĂ€sentant, der öffentlich seine Feindseligkeit gegenĂŒber der EuropĂ€ischen Zusammenarbeit ausspricht wird definitiv zum Problem fĂŒr die Zukunft des transatlantischen Dialogs.
Die Generation junger EuropĂ€er*innen weiĂ: Europa ist unsere Zukunft. Wir stehen vor groĂen Herausforderungen, innerhalb Europas und in Europas Nachbarschaft, die auf nationalstaatlicher Ebene nicht gelöst werden können. Eine fortschreitende EuropĂ€ische Integration muss die Antwort auf diese Herausforderungen sein, wie es die Vereinigten Staaten den EuropĂ€ern wĂ€hrend der letzten 65 Jahre geraten haben.
Deshalb appellieren wir an den EuropĂ€ischen Rat, gemeinsam mit der EuropĂ€ischen Kommission, als zustĂ€ndige Institutionen fĂŒr die europĂ€ische Diplomatie, dem designierten US-Botschafter Ted R. Malloch die Akkreditierung zu verweigern, sollte US-PrĂ€sident Trump den verwegenen Plan umsetzen, ihn zu entsenden.
Mit dieser Forderung schlieĂen wir uns unserem europĂ€ischen Dachverband, den Young European Federalists (JEF Europe), an. Auch sie stellen klar: JEF Europe objects to the proposed US ambassador to the EU
