70 Jahre und „Still a Generation Ahead“!

Am Wochenende des 11. bis 13. Oktober 2019 trafen sich 140 Delegierte und Mitglieder der Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland e.V. zu ihrem Bundeskongress. Der Verband feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Seit 70 Jahren setzen sich die JEF als überparteilicher, europäisch organisierter Jugendverband für die europäische Idee, europapolitische Bildungsarbeit und die Vereinigten Staaten von Europa ein. Auf dem Kongress wurde allerdings nicht nur gefeiert. Mit der Nachwahl einiger Mitglieder des Bundesvorstands und den Beschlüssen verschiedenen europapolitischer Positionen schaute die JEF auch auf die nächsten 30 Jahre bis zum 100. Geburtstag. “Wir blicken zurück auf eine tolle, erfolgreiche Geschichte europäischen Engagements tausender junger Menschen in Deutschland und Europa. Hier bleiben wir aber nicht stehen. Mit der JEF Deutschland wird auch die nächsten 70 Jahre zu rechnen sein”, verdeutlicht Malte Steuber, Bundesvorsitzender der JEF Deutschland, den Anspruch des Jugendverbands, der in Deutschland fast 4000 Mitglieder und 100 Kreisverbände hat.  

Zum Geburtstag gratulierte auf dem Jubiläums-Empfang vor dem Kongress unter anderem die Vorsitzende der Europäischen Bewegung, Linn Selle, sowie der Staatsminister für Europaangelegenheiten im Auswärtigen Amt, Michael Roth (der Letztere per Videobotschaft). Die JEF Deutschland sind ein überparteilicher Jugendverband, der sich auch als Diskussionsforum verschiedener, proeuropäischer Parteimitglieder versteht. Deshalb diskutierten während des Empfangs auch Vertreterinnen und Vertreter der proeuropäischen, demokratischen Parteijugendorganisationen (Jusos, Junge Union, Grüne Jugend und Junge Liberale) miteiander und kamen im Rahmen eines World Cafés mit den JEF-Mitgliedern ins Gespräch. Auch Vertreterinnen und Vertreter des JEF Europaverbands, Jeunes Européens France, JEF Poland und JEF Dänemark waren zu Gast. 

Ein Schwerpunkt des Bundeskongresses lag auf der inhaltlichen Debatte, in World-Cafés und der Antragsdebatte. Als demokratisch organisierter Jugendverband werden auf dem Bundeskongress inhaltliche Beschlüsse der JEF Deutschland diskutiert und gefasst. “Damit leisten wir, seit 70 Jahren und heute, einen wichtigen Beitrag dazu, demokratisches, politisches Engagement junger Menschen auch außerhalb von Parteien zu ermöglichen”, erklärt Malte Steuber, Bundesvorsitzender der JEF Deutschland. 

Unter dem Eindruck des rechtsextremen und antisemitischen Anschlags auf die Synagoge in Halle in der letzten Woche verurteilte der Bundeskongress den Anschlag mit einem Dringlichkeitsantrag scharf. Auch der Leitantrag des Bundesvorstands wurde am Samstag nach einer zweistündigen Debatte angenommen. “Wir sehen, dass es europäische Herausforderungen gibt, die jetzt einer europäischen Lösung bedürfen. Dafür braucht es ein Europa der mehreren Geschwindigkeiten, mit Mehrheitsentscheidungen und Mut. Das birgt Gefahren für die Einheit Europas, insbesondere zwischen Ost- und Westeuropa, die bereits jetzt bröckelt. Diese muss deshalb parallel durch eine stärkere europäische Öffentlichkeit und Europabildung gefördert werden”, fasst Laura Wanner, stellvertretende Bundesvorsitzende der JEF Deutschland den Antrag zusammen.

Des Weiteren bekräftigte der Bundeskongress noch einmal, dass die JEF Deutschland weiterhin überzeugt hinter der Idee europäischer Spitzenkandidaten steht und trotz der Rückschläge bei der Besetzung der jetzigen Kommission, weiter für das Spitzenkandidatensystem streiten wird. 

Wir bezogen klar Stellung in Bezug auf die Demokratiebewegung in Hong Kong und verurteilen das Vorgehen der chinesischen Regierung. 

In einer Resolution zu Mercosur fordern wir, dass die umweltrechtlichen Standards in diesen Freihandelsabkommen auch effektiv durchgesetzt werden können. Wir stehen zu einem fairen und offenen Freihandel, der jedoch Umweltstandards anerkennen und einbeziehen muss.  

Auf dem Bundeskongress wurden zudem einige Mitglieder des Bundesvorstands nachgewählt. Georg Händel wurde zum neuen Bundessekretär gewählt. Lara Sosa Popovic ist nun stellvertretende Bundesvorsitzende für den Bereich Bildung. Als neue Beisitzende im Bundesvorstand wurden Emmeline Charenton, Alain Ziegler, Clara Föller und Larissa Montag gewählt. Sie verstärken für das nächste Jahr das bereits bestehende Team der JEF Deutschland.

Weitere ausführliche Beschlüsse befassten sich mit einer verbesserten grenzübergreifenden Zusammenarbeit und der Forderung nach der Einführung eines europäischen Rundfunks. Alle Beschlüsse können in Kürze auf dieser Webseite  abgerufen werden.

 

Weitere Informationen zum Bundeskongress sowie Bilder können hier abgerufen werden.

Katharina Vollmer70 Jahre und „Still a Generation Ahead“!
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#WirStehenZusammen – Verurteilung der rechtsextremisitischen, antisemitischen Tat in Halle

Beschluss des 66. Bundeskongresses der JEF Deutschland 2019:

Wir verurteilen den grausamen, menschenverachtenden, antisemitischen und rechtsextremistischen Terrorangriff, der sich am 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) zugetragen hat. Wir stehen fest und solidarisch mit allen Jüdinnen und Juden deutschland-, europa- und weltweit, sowie mit allen Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Ethnie, Religion, sexuellen Orientierung oder welchen Geschlechts, die von dieser oder ähnlichen Taten betroffen sind.

Wir begrüßen die vielen Solidaritätsbekundungen aus Gesellschaft und Politik, die eindeutig zeigen, dass Antisemitismus und Rechtsradikalismus in Deutschland und Europa keine Mehrheitsmeinung sind. Jeder und jede ist in Deutschland und Europa zuhause; ganz besonders Menschen jüdischen Glaubens, die in der Geschichte so viele tragische und grausame Verbrechen erleiden mussten. Der Angriff auf die Synagoge in Halle (Saale) ist deshalb ein Angriff, der weit über eine Glaubensgemeinschaft hinausreicht. Es ist ein Angriff auf die offene, tolerante Gesellschaft als Ganzes, auf fundamentale Werte und Rechte.

Die Europäische Union entstand nach dem 2. Weltkrieg auch als Bollwerk und Versprechen, dass so etwas wie der Holocaust nie wieder passieren dürfe. Leider ist der Terrorakt von Halle (Saale) deutschland-, europa- und weltweit kein Einzelfall. Antisemitische Tendenzen nehmen in Deutschland und Europa stark zu. Zu lange wurde dies von einer breiten Öffentlichkeit und vielen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen ignoriert. Daran erinnert der Anschlag von Halle (Saale) in schmerzlicher Art und Weise. Insbesondere der Umstand, dass sich der Attentäter in eine Reihe rechtsextremer Amokläufe einreiht und dass sich die gewaltbereite rechtsextreme Szene europa- und weltweit immer stärker vernetzt, muss im Rahmen der Tat herausgestellt werden. Diese gewaltbereiten, rechtsextremen Netzwerke müssen aufgedeckt, strafrechtlich verfolgt und zerschlagen werden.

Hass und Ausgrenzung werden zudem befeuert von rechtsradikalen Parteien und Bewegungen wie der NPD oder Pegida. AFD und ihr Jugendverband, Junge Alternative, bereiten mit ihrem fremdenfeindlichen Tonfall, teils menschenverachtender Kommunikation und Verhalten den Nährboden, auf dem rechtsextremistische und antisemitische Ressentiments gedeihen können.

Als JEF Deutschland treten wir dem entschieden entgegen. Zuletzt haben wir dies vor genau einem Jahr mit einem Bundeskongress, der in Halle (Saale) stattfand, gezeigt. Wir stehen für ein friedliches, sicheres und tolerantes Europa und eine offene Gesellschaft. Die europäische Idee und der europäische Bundesstaat, für den wir eintreten, fußt auf Menschenwürde, Toleranz, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit und anderen fundamentalen Menschenrechten und Prinzipien. Er fußt darauf, dass alle Menschen einen festen Platz in ihm haben.

Wir rufen dazu auf, sich gemeinsam gegen jede Form von Rechtsradikalismus und ganz besonders Antisemitismus zu stellen, stetig wachsam zu sein und für fundamentale Werte und Rechte zu streiten. Wir wollen und werden gemeinsam zeigen, dass Deutschland aus der Verantwortung seiner Geschichte gelernt hat. Nie wieder!

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“Still a Generation Ahead!” – JEF feiert 70-jähriges Jubiläum

Berlin – Vom 11. bis 13. Oktober 2019 findet der 66. Bundeskongress der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Deutschland e.V. in Berlin statt. Der diesjährige Bundeskongress steht im Zeichen des 70. Jubiläums des europäischen Jugendverbandes  Dabei soll aber nicht nur zurückgeschaut und gefeiert werden. Gemeinsam mit den Delegierten der 15 Landesverbände und 100 Kreisverbände, aber auch allen interessierten Gästen will die JEF die nächsten 30 Jahre Europa gestalten – ganz unter dem Motto „Still A Generation Ahead“! 

Seit 70 Jahren begleitet die JEF die Entwicklung der Europäischen Union als treibender Motor für die politische europäische Jugend. “Wir erleben, dass Europa in der Lebensrealität junger Menschen angekommen ist. Die EU ist aber noch lange nicht perfekt und die Mitgliedstaaten sind viel zu oft ein Problem für handlungsfähige europäische Politik”, sagt Tim Odendahl, Bundessekretär. Die JEF verstehe sich zugleich als ein Bindeglied und Sprachrohr der europäischen Jugend. “Seit 70 Jahren bringen wir nicht nur überparteilichjunge Europäerinnen und Europäer zusammen und machen auf Europa aufmerksam, sondern nehmen unseren Bildungsauftrag ernst, treiben deshalb Diskussionen voran und entwickeln innovative Ideen für unser Europa.” 

Am Freitagabend geht es los mit einem feierlichen Empfang im Europäischen Haus in Berlin (Unter den Linden). Dort begrüßen Vertreter*innen des Verbandes und der Politik die rund 120 Delegierten. (Nach eröffnenden Worten von Malte Steuber, Bundesvorsitzender, und Frank Piplat, Leiter der Vertretung des Europäischen Parlaments in Deutschland, werden Michael Roth, MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Linn Selle, Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland und Heinz-Wilhelm Schaumann, Vize-Präsident der Europa-Union Deutschland, Grußworte sprechen.)

 Anschließend wird der Bundeskongress in der Jugendherberge am Ostkreuz (Marktstraße 9-12) am Samstagmorgen um 9 Uhr offiziell eröffnet. Die gesamte Übersicht des Kongresstages findet sich hier. Am Abend findet im Anschluss der Tagung die„BuKo Part im N3 Club (Hackescher Markt) statt. Am Sonntag endet der Bundeskongress gegen 13 Uhr.

 Zeitgleich zum Bundeskongress tagt der Bundesausschuss der JEF Deutschland, ebenfalls in Berlin.

 Alle Infos rund um den 66. Bundeskongress der JEF und das 70-jährige Jubiläum

Pressekontakte: Katharina Vollmer (Pressesprecherin und Beisitzerin im Bundesvorstand), Jula Lühring (Kommunikations-Managerin)

Katharina Vollmer“Still a Generation Ahead!” – JEF feiert 70-jähriges Jubiläum
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Still a Generation ahead! 66. Bundeskongress im Oktober in Berlin

Ankündigung: BuKo 2019 der JEF Deutschland

Mit 66 Bukos und mittlerweile 70 Jahren fangen wir erst so richtig an! Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Europäischen Föderalisten 1949 gegründet, um gemeinsam für ein vereintes und föderales Europa einzutreten. Vieles ist seitdem geschehen, Europa ist zusammengewachsen, aber Europa wird auch an seinen Aufgaben weiterwachsen müssen. Die Europäische Union als Projekt steht vor großen globalen Herausforderungen.

Viele gemeinsame europäische Projekte gelten auch heute noch als utopisch, doch war es damals auch utopisch sich vorzustellen, dass es jemals eine Generation Erasmus geben würde. Wie geht es weiter mit Europa?  „Still a generation ahead“ Europa weiterzudenken, dass ist das Motto des 66. Bundeskongress in der Hauptstadt Berlin. Die hohe Beteiligung zu den Europawahlen zeigt, das Interesse und die Begeisterung für europäische Ideen ist gewachsen.

Gemeinsam mit Delegierten aus 15 Landesverbänden sowie vielen Gästen von nah und fern wollen wir auf die lange Geschichte der föderalen Idee zurückblicken, aber auch zusammen nach vorne blicken, wie es die nächsten 30 Jahre mit der JEF weitergehen soll.

Der Bundeskongress ist bewusst als offene Tagung auch für Gäste geöffnet. Daher möchten wir auch alle Interessierten einladen, bei unserer Tagung vorbeizuschauen.

Wir freuen uns sehr euch dieses Jahr anlässlich des Jubiläumsjahres zum Ende des Kalten Krieges in jener Stadt zu begrüßen, die für die Spaltung Europas stand und schließlich zum Symbol für die Einheit Europas wurde.

Lasst uns Europa machen, gemeinsam als „Generation ahead“ Europa weitermachen!

von Stephan Raab,
Mitglied im Bundesvorstand


Alle wichtigen Informationen zum Bundeskongress findest du gebündelt auf unserer Webseite zur Tagung: jef.de/buko2019

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Zur Wahl der Kommissionspräsidentin: Don’t go breaking my vote!

Wir sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung der Staats- und Regierungschefs, eine deutsche Bundespolitikerin zu nominieren, die vor der Wahl nicht als Kandidatin für die Kommissionspräsidentschaft im Gespräch war und nicht bei den Europawahlen zur Wahl stand. Wir fordern die Verschiebung der Wahl und tiefgreifende Reformen. Dann kann die europäische Dekratie gestärkt aus der jetzigen Lage hervorgehen.

Malte SteuberZur Wahl der Kommissionspräsidentin: Don’t go breaking my vote!
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International Berlin Seminar 2019 ‚Our Democracy in the Digital Age‘

Applications are open now!

From September 5th to 9th, 2019 we will host the 20th anniversary edition of the famous International Berlin Seminar (IBS)!

The IBS gives you the chance to meet fellow Europeans from over 20 countries for four interesting days of discussion, panels, workshops, seminars and social events. This year’s topic will be ‚Our Democracy in the digital age‘.

Find out more and apply now!

Tim OdendahlInternational Berlin Seminar 2019 ‚Our Democracy in the Digital Age‘
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Jetzt anmelden zur Europawerkstatt 2019

Vom 05. bis 07. Juli 2019 laden wir zur Europawerkstatt 2019 in die Hertie School of Governance in Berlin ein!
Europapolitik und gemeinsames europäisches Engagement hören nicht mit der Europawahl am 26. Mai auf. Gerade danach kommt es darauf an, Europa richtig zu machen. Bei dem zentralen Event zur Nachbereitung der Europawahl für junge bundesweit aktive Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Zivilgesellschaft und Politik, Journalistinnen und Journalisten sowie junge Abgeordnete aus dem neuen Europaparlament und Bundestag wollen wir deshalb mit Dir über die Europawahl diskutieren.
Silvia BehrensJetzt anmelden zur Europawerkstatt 2019
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Bustour #GrenzenlosEuropäisch – Routenplanung in den Endzügen

Junge Europäerinnen und Europäer reisen entlang der ostdeutschen Grenze und geben dem ländlichen Raum eine Stimme

Am 24. April startet die Bustour der JEF Deutschland zur Europawahl 2019! Startpunkt ist Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Mit diversen Stationen in Brandenburg, Sachsen und Bayern, u.a. in Frankfurt (Oder), Zittau und Weiden in der Oberpfalz soll es bis zum 11. Mai nach Passau ganz im Süden der Republik gehen. Auf der knapp dreiwöchigen Tour wollen wir mit unserem Europabulli auf zentralen Plätzen der jeweiligen Städte für Aufmerksamkeit sorgen und die Bürgerinnen und Bürger somit ermuntern an der Wahl zum Europäischen Parlament teilzunehmen

Tim OdendahlBustour #GrenzenlosEuropäisch – Routenplanung in den Endzügen
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