Der Merkel-Macron Vorschlag. Ein Schritt in die richtige Richtung mit einem bitteren Nachgeschmack

Gemeinsames Statement der JEF Europe, der JEF France und der JEF Deutschland zu den neuesten Deutsch-Französischen Vorschlägen zu einem Wiederaufbaufond im Rahmen von Covid19

Der Merkel-Macron Vorschlag. Ein Schritt in die richtige Richtung mit einem bitteren Nachgeschmack 

Die neuesten deutsch-französischen Vorschläge, um die Kosten der Corona-Krise gemeinsam zu schultern sind ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir freuen uns, dass das deutsch-französische Duo wieder aktiv ist. Nach den vorwiegend nationalen Antworten auf die Krise, setzen die beiden Länder ein notwendiges und starkes Zeichen in Richtung noch zögernder Mitgliedstaaten, indem sie sich für ein gemeinsames europäisches Vorgehen einsetzen und damit gleichzeitig die Europäische Solidarität betonen. Es bleibt jedoch ein bitterer Nachgeschmack: Der deutsch-französische Vorschlag wurde zu einem Zeitpunkt angekündigt, an dem die EU Kommission – die Exekutive der EU – noch an ihren eigenen Vorschlägen arbeitete, die diese Woche verkündet werden sollen. Obwohl der Vorschlag Merkel und Macrons Europa stärkt unterstreicht er doch darüber hinaus, dass die problematischen intergouvernamentalen Strukturen in der Europäischen Union immer noch eine prominente Rolle spielen.

Wir rufen die zögernden Regierungen dazu auf, jetzt hervor zu treten und anzuerkennen, dass eine geeinte und starke Europäische Union der einzige Weg ist, unser gemeinsamen Interessen als Europäische Bürger*innen zu verwirklichen.

Malte Steuber, Vorsitzender der Jungen Europäische Föderalisten Deutschland, sagt dazu: “Wir freuen uns zuallererst natürlich, dass die deutsche Regierung wieder auf dem richtigen Weg ist. Es war ebenso richtig, als Zivilgesellschaft Druck auszuüben und zu kritisieren, wie es auch jetzt richtig ist, diese Initiative zu loben. Die deutsch-französische Freundschaft ist eine der wichtigsten Säulen der europäischen Integration. Diese Partnerschaft – besonders nach der Meseberg Erklärung – wieder aufleben zu sehen, ist ein wichtiges und gutes Signal. Wir sehen vor allem den Sinneswandel der deutschen Bundesregierung als Weckruf für die zögernden nationalen Regierungen in der EU. Jetzt ist es wichtig, dass Frankreich und Deutschland den Dialog mit den anderen Mitgliedstaaten fortführen. Dabei sollten beide Länder bei all ihrer Bedeutung immer daran denken, dass die EU aus 27 gleichwertigen Mitgliedstaaten und auch den Europäischen Institutionen besteht. ”

“In diesen schwierigen Zeiten ist die deutsch-französische Initiative willkommen: wenn Deutschland und Frankreich Hand in Hand gehen, gewinnt ganz Europa. Dennoch müssen wir vorsichtig sein und darauf achten, dass der Plan nur wirtschaftliche Interessen berücksichtigt. Indem der European Green Deal ins Zentrum der Europäischen Politik rückt, kann die Initiative ebenso ökologische und soziale Interessen berücksichtigen,” betont Marie Caillaud, Vorsitzende der Jeunes Européens France.  “Dieser Wiederaufbauplan sollte vor allem als Chance gesehen werden, die Europäische Einheit voranzutreiben. Das Geplänkel  der Mitgliedstaaten bei den Verhandlungen über den europäischen Haushalt lenken davon ab, was wirklich auf dem Spiel steht. Wir wollen sicherstellen, dass der Wiederaufbau ein genuin europäischer ist: ohne sinnlose nationale Opposition aber mit echter europäischer Solidarität.”

“Der Prozesses der Europäischen Integration zeigt uns, wie wichtig die deutsch-französische Partnerschaft ist. Wir wissen jedoch, dass das nicht ausreicht , ohne langfristige Vision für die Zukunft Europas und seiner Bürger*innen”, sagt Leonie Martin, Vorsitzende der Young European Federalists. “Es ist an der Zeit, das limitierte und hybride intergouvernementale System hinter uns zu lassen zu Gunsten eines wirklichen föderalen Europas. Die Lösungen für die Überwindung dieser Krise  werden nur dann effektiv sein, wenn sie Teil eines größeren Veränderungsprojekt sind, das zu einem demokratischen und vereinten Europa führt.

Hintergrund zum Wiederaufbaufond

Die deutsch-französische Initiative möchte einen Wiederaufbaufond in Höhe von 500 Mrd Euro kreieren. Die Mitgliedstaaten würden jeweils als Garant für einen bestimmten Betrag einstehen, falls die Anleihen nicht mehr bedient werden können. Der Wiederaufbauplan wäre im mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 angelegt, zusätzlich zu den von der Eurogroup bereits angekündigten Krediten in Höhe von 540 Mrd Euro. Diese Zuwendungen sollen den Ländern und Regionen helfen, die besonders hart von der Corona Pandemie betroffen sind. Im Unterschied zu den ursprünglichn Corona-Bonds, haften die Mitgliedstaaten nur für ihren Teil der Schulden. Hinzu kommt, dass die Europäische Kommission – nicht die Mitgliedstaaten – einen Vorschlag macht, wofür das Geld verwendet werden soll. Die genauen Details müssen noch im Dialog mit den anderen Mitgliedstaaten ausgehandelt werden, da alle 27 dem Plan zustimmen müssen.
Der Plan von Merkel und Macron kollidiert mit dem Plan der EU Kommission, der diese Woche vorgestellt werden soll.

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Activity Report – Wer wir sind und was wir machen!

Wer ist die JEF, was machen wir so und wie kann man bei uns mitmachen? Im neuen Activity Report haben wir es aufgeschrieben!

Der Report bietet einen Überblick über fast Alles, was wir machen und wer bei uns aktiv ist. Er stellt da, wo und wie man bei uns mitmachen kann und wer unsere Partner sind.

Außerdem finden sich in ihm zum Beispiel unsere 10 wichtigsten politischen Forderungen und ein Überblick über unser Grundsatzprogramm.

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Die Mitgliederumfrage 2020 ist da!

Alle Mitglieder der JEF haben heute die neue Mitgliederumfrage 2020 per Mail erhalten. Mit dieser Umfrage wollen wir herausfinden, wie es in unserem Verband um Beteiligungsmöglichkeiten, Engagementkultur, unsere Angebote, die Niedrigschwelligkeit und Diversität steht. Das Ziel ist, mehr zu erfahren, um die verbandsinternen Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten der JEF noch besser machen zu können. Wir wollen uns als Jugendverband, der die Breite der Gesellschaft auf dem Weg zu einem föderalen Europa mitnehmen und begeistern will, immer weiterentwickeln. Die Umfrage ist ein Projekt des JEF Deutschland Bundesvorstands und des Bundesprojekts Empowerment & Diversity.

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Unsere neue Online-Akademie zur Verbandsarbeit geht an den Start!

Wir starten die brandneue Online-Akademie zur Verbandsarbeit – #verbandsstoffonline. Mit Onlineseminaren, Video-Tutorials, etc. widmen wir uns allen Themen, die die JEF als Werkstatt der europäischen Demokratie und Zuhause für modernes, wirksames Europa-Engagement ausmachen! Wir schaffen damit ein Angebot gerade für neue und aktive Mitglieder, Kreis- und Landesvorstände.

Los geht’s mit einem Onlineseminar zum digitalen Verbandsleben in Zeiten von #Corona am Samstag, 25. April um 18 Uhr.

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Bei Corona mehr europäische Solidarität wagen. Ein Aufruf.

Solidarität ist aktuell ein wichtiges Wort: ob notwendige europäische Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten der EU oder mit dem Restaurant um die Ecke, die aufgrund der Covid19-Reaktionen schließen musste.
Ein deutlicher Aufruf und Dank unseres Bundesvorstands für Solidarität im Großen und im Kleinen.
Bei Corona mehr europäische Solidarität wagen. Ein Aufruf.
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Menschen in Not nicht sich selbst überlassen – Europäische Solidarität JETZT!

Die Europäische Union wurde auf der Grundlage unveräußerlicher Rechte und Prinzipien gegründet. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde zu achten und zu schützen ist dabei das oberste Gebot. Die Art und Weise wie derzeit mit geflüchteten Frauen, Männern und Kindern an der griechisch-türkischen Grenze umgegangen wird, bricht diesen humanitären Grundsatz und entspricht nicht den Maßstäben, zu denen sich die EU-Mitgliedstaaten bekannt haben. Wir verurteilen diese menschenunwürdigen Zustände auf europäischem Boden aufs Schärfste und rufen dazu auf, den Menschen in Not umgehend Hilfe zu leisten.

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Die EU funktioniert nur mit offenen Binnengrenzen!

Seit 25 Jahren gibt es innerhalb der Europäischen Union keine Grenzkontrollen mehr. Denken wir an Europa, dann denken wir vor allem auch an offene Binnengrenzen. Insbesondere für junge Menschen ist es kaum noch vorstellbar, wie die EU ohne offene Binnengrenzen aussieht. Wir leben in einem nach innen offenen Europa und gedenken daher mit Freude dem Schengen-Jubiläum.

Die offenen Grenzen haben zu einem Zusammenwachsen der europäischen Bürger*innen insbesondere in Grenzregionen geführt. Die offenen Grenzen haben dazu geführt, dass mehr Menschen selbstverständlich auf beiden Seiten der Grenze arbeiten und leben.  Offene Grenzen stellen eine der wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union dar und sind heute ein Grundpfeiler der europäischen Gemeinschaft. Sie verkörpern die europäische Idee.

Jedoch sehen wir uns nicht nur heute mit einer Situation konfrontiert, in der das Schengen-Abkommen immer wieder in Frage gestellt wird.

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Als Bundesfreiwillige:r im Einsatz für die Jugend Europas!

Jetzt bewerben für den BFD in der Geschäftsstelle der JEF

Du bist überzeugte:r Europäer:in? Du willst dich für die europäische Demokratie, eine positive europäische Zukunft und europäische Bildung engagieren – und das gemeinsam mit anderen jungen, motivierten Europäer:innen?

Dann unterstütze uns ab 1. September 2023 oder auch früher für mindestens sechs oder mehr Monate als Bundesfreiwillige:r bei der Organisation internationaler Jugendbegegnungen und vielem mehr!

Die JEF und deine Aufgaben

Die Jungen Europäischen Föderalist:innen Deutschland e.V. (JEF) sind ein seit 1949 ununterbrochen tätiger, proeuropäischer, überparteilicher Jugendverband, der sich für ein demokratisches, bürgernahes und geeintes Europa einsetzt. Mit Straßenaktionen, Bildungsveranstaltungen, Seminaren, Konferenzen, Fahrten und vielem mehr gestalten wir Europa, machen es erlebbar, verständlich und setzen uns für eine funktionierende, offene und partizipative europäische Demokratie ein.

Als Bundesfreiwillige*r unterstützt du uns bei vielen Aktivitäten rund um die europapolitische Bildung. Du arbeitest gemeinsam mit erfahrenen Angestellten und motivierten Ehrenamtlichen und wirst Teil eines aktiven, proeuropäischen, überparteilichen Jugendverbands. So kannst du dich mit uns auf verschiedenste Weise für ein geeintes und demokratisches Europa einsetzen. Durch die Arbeit bei der JEF erhältst du Einblicke in verschiedene Organisationsstrukturen und wirst die tägliche Bildungs-, Kampagnen und Politikarbeit aktiv mitgestalten. Die Aufgaben sind enorm vielfältig – von der Planung und Durchführung internationaler Jugendbegegnungen über die Organisation von Gremiensitzungen oder Straßenaktionen bis zu inhaltlicher, politischer Arbeit! Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten wird unsere Kampagne EurHope zur Europawahl 2024 sein!

Dein Profil

Du solltest vor allem neugierig, eigenständig und aufgeschlossen sein, Interesse an Europapolitik haben und dich mit den Zielen der JEF identifizieren. Idealerweise bringst du auch Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen und/oder dem ehrenamtlichen gesellschaftlichen oder sozialen Engagement mit. Erfahrungen in der Projektarbeit oder Vereinsarbeit und solide Englischkenntnisse sind von Vorteil. Du solltest Affinität zu Digitalem und sichere PC-Kenntnisse mitbringen. Eine offene und freundliche Art zu kommunizieren und Teamfähigkeit setzen wir voraus.

Unser Angebot

Als Bundesfreiwillige:r bieten wir dir unter anderem:

  • hautnahe Einblicke in die tägliche Arbeit von einem der ältesten, überparteilichen, proeuropäischen Jugendverbände in Deutschland und der Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche
  • viel praktische Erfahrung im Projektmanagement, Veranstaltungs- und Vereinsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Teilnahme an Seminaren, Internationalen Jugendbegegnungen und Gremiensitzungen
  • Fortbildungen in Moderationstechniken und anderen Methoden der politischen Bildung und Arbeit
  • faire und geregelte tägliche Arbeitszeiten und einen Freizeitausgleich, falls Arbeit am Wochenende nötig ist
  • eine monatliche Vergütung, volle Sozialversicherung und mindestens 24 Tage Urlaub
  • Bildungsseminare begleitend zur praktischen Arbeit (IB) und gemeinsame Fahrten und Exkursionen (IB)

Deine Bewerbung

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, kannst du dich direkt beim Internationalen Bund (IB), der die Dienststellen koordiniert, bewerben. (Der IB ist die Dienststelle, JEF ist die Einsatzstelle). Schick Deine Bewerbung auch gerne parallel an uns: bewerbung@jef.de. Bitte gib bei deiner Bewerbung als gewünschte Einsatzstelle „JEF Deutschland e.V.“ an. Hintergründe zum Bundesfreiwilligendienst findest du hier. Bei Fragen melde Dich gerne bei uns in der Geschäftsstelle.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung bis zum 02.07.2023!

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Statement anlässlich der Beratungen zur Konferenz zur Zukunft Europas im Rat der EU

Statement anlässlich der Beratungen zur Konferenz zur Zukunft Europas im Rat der EU

Die Zukunftskonferenz darf keine Zuhör-Übung sein. Auch Änderungen an den EU-Verträgen müssen diskutiert werden.

Morgen beraten die Europaminister der EU-Mitgliedstaaten über die Pläne zur Konferenz zur Zukunft Europas. Vor den Beratungen appellieren wir an die Ministerinnen und Minister: Die Zukunftskonferenz muss der europaweite Aufbruch für die europäische Demokratie und Weiterentwicklung der EU sein. Sie darf keine “Zuhör-Übung” sein. Sie muss vielmehr der Moment sein, in dem die Mitgliedstaaten der EU mutig sind, Bürgerinnen und Bürgern endlich eine gewichtige Mitentscheidungsmöglichkeit über die europäische Zukunft zu geben. Die Ergebnisse der Konferenz müssen daher auch verbindlich als Gesetzgebungsvorschläge in den EU-Gesetzgebungsprozess einfließen. Tiefgreifende Änderungen an den EU-Verträgen und institutionelle Fragen, wie ein echtes europäische Wahlrecht, dürfen nicht von den Beratungen ausgeschlossen sein. Das Europäische Parlament hat mit seinen Vorschlägen vorgelegt. Jetzt müssen die Nationalstaaten mitziehen.

Die Pressemitteilung zum Download

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Es ist wieder soweit: Die Ausschreibung für den BuKo 2020 hat begonnen!

Wie jedes Jahr suchen wir einen Landesverband, der den BuKo mit uns zusammen organisiert und ausrichtet. Auch 2020 wollen wir mit dem Bundeskongress durch die Bundesrepublik wandern. Der 67. Bundeskongress wird dabei wieder ein ganz Besonderer, da er im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft im Herbst 2020 stattfinden wird und die Wahl eines neuen Bundesvorstandes ansteht.

 

Was ist dabei wichtig?

  • Datum: 09. -11.10.2020
  • Eine Unterkunft mit Vollpension für 140 Delegierte
  • Tagungsräumlichkeiten inkl. Technik
  • Snacks

Im PDF findet ihr noch mehr Infos zur Ausschreibung

Bewerbt euch bis zum 12.01. 23:59 Uhr bei Bundessekretariat (busek@jef.de). Wir freuen uns von euch zu hören!

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