The F-Word in JEF Teil 2 – Summercamp der JEF Schleswig-Holstein und der JEF Dänemark

The F-Word in JEF – How do we deal with federalism? So lautete die Leitfrage unseres Sommercamps. Nachdem im letzten Jahr die JEF Schleswig-Holstein und die JEF Dänemark (Europæisk Ungdom) bereits sehr erfolgreich ein gemeinsames Video-Projekt zur Europawahl durchgeführt haben, sollte es dieses Jahr mehr um Inhalte gehen, um das Erarbeiten von Positionen. Wir wollten der Frage auf den Grund gehen, was Föderalismus für deutsche und dänische JEFer*innen bedeutet. Die Rolle der Regionen spielte für uns dabei eine besonders große Rolle. Denn wir fragten uns, ob wir in der deutsch-dänischen Grenzregion nicht vielleicht mehr Gemeinsamkeiten haben als Norddeutsche und Süddeutsche. Was bedeuten derartige kulturelle und institutionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede für uns? Ein Bericht von René Marquardt, Landesvorsitzender von JEF Schleswig-Holstein.

Bei einem Wetter, das nicht besser hätte sein können, einem hochwertigen Tagungshaus in Bad Malente mit Badesee direkt im großen, grünen Außenbereich, mit Sauna, Bierkeller und einer guten Küche fanden wir optimale Bedingungen vor. JEF-Maskottchen Diago (Hund des JEF SH Landesvorsitzenden, Rasse: Shiba Inu, Farbe: creme, Eigenschaften: so süß! Und frech!) sorgte für Flow sowie gute Stimmung und die Teilnehmenden-Gruppe harmonierte aufs Beste. Das Feedback war top, als Veranstalter können wir sehr zufrieden sein.

Das Summercamp sah inhaltlich drei Stufen vor: Im ersten Schritt bekamen wir Impulse von so renommierten Leuten wie dem Europarecht-Professor Andreas von Arnauld oder dem Leiter der Europapolitik in der Hamburger Senatskanzlei, Henrik Lesaar, wie der europäische Föderalismus institutionell aufgestellt ist, was gut und schlecht läuft. Sonja Wolf vom European Centre for Minority Issues in Flensburg lieferte uns einen Impuls zur kulturellen Dimension in der deutsch-dänischen Grenzregion und Minderheitenrechten. In einem zweiten Schritt brachten uns die erfahrenen JEFer Urs Pötzsch und Manuel Gath zum einen die Föderalismus-Diskussionen der JEF Europe Ebene und zum anderen praktische Fertigkeiten zum politischen Arbeiten und Schreiben von Anträgen näher. Damit ausgerüstet gab es viel Reflexion und Gruppenarbeit, um gemeinsam Papiere zu Teilaspekten eines modernen Föderalismus’ der Europäischen Union zu entwickeln. In einem dritten Schritt diskutierten wir unsere Ideen mit jungen Politikern (leider nur männlichen Geschlechts) von den Jungen Liberalen, der Grünen Jugend, den Jusos sowie der CDU. Durch deren kritisches Feedback werden nun nach dem Seminar unsere Papiere finalisiert, bevor sie in verschiedenen JEF-, EUD- und sonstigen Kreisen geteilt werden sollen.

Eine gute Mischung aus intensiven Arbeitseinheiten und ausreichend Freizeit, um zum Beispiel badend im oder rudernd auf dem See die Sonne zu genießen, rundete das Summercamp ab. Sportlicher Höhepunkt war die Teilnahme am Europalauf in Neustadt in Holstein. Ein Großteil der Teilnehmenden lief die 7,5 km lange Strecke mit. Alle von uns trugen Europaflaggen in der Art eines Superheld*innen-Capes und JEF- oder Europaretter*innen-Shirts, wodurch wir wirklich sehr gut als begeisterte, junge Europäer*innen auffielen. Eine Bade- und Schwimmeinheit in der Ostsee nach dem Lauf sorgte für die nötige Abkühlung und legendär bis unvergesslich am letzten Abend war die Grill- und anschließende, feucht-fröhliche Tanz- und Bartresen-Party. Flunkyball-Spiele der besonderen Art durften auch nicht fehlen, bei denen wir mit Diagos Ball geworfen haben. Der kleine Hund war meisterhaft darin, vor uns den Ball zu schnappen und dann damit wegzulaufen.

Insgesamt waren das vier Tage voller Spaß, intensiver Diskussionen, Sonne und Urlaubsgefühlen, die wir niemals vergessen werden. Als Hauptorganisator bin ich überglücklich über den Verlauf des Projekts und danke allen Mitwirkenden sehr!

Silvia BehrensThe F-Word in JEF Teil 2 – Summercamp der JEF Schleswig-Holstein und der JEF Dänemark