Bundeskongress, 13.10.19

Stärkung der europapolitischen Bildungsarbeit der JEF Deutschland

Beschluss im Wortlaut:

Die JEF Deutschland verstehen sich auch als bildungspolitischer Akteur, der mit
non-formalen Bildungsangeboten versucht, den unterrepräsentierten Bereich
der europapolitischen Bildung zu unterstützen.
Viele Landesverbände bieten bereits europapolitische Bildungsmaßnahmen an
und sind somit im Kontext von Europe@School seit Langem aktiv. Der
Bundesverband möchte weiter in diesem Bereich aktiv sein und sich zukünftig
noch intensiver mit dem Thema europapolitische Bildung engagieren.
Dazu schlagen wir die folgenden Maßnahmen vor:
1. Die Gesamtheit aller europapolitischen Bildungsmaßnahmen auf allen
Ebenen der JEF Deutschland, deren Zielgruppe Schüler*innen sind,
werden unter dem Begriff Europe@School zusammengefasst. Die
individuelle Namensgebung der darunter fallenden Projekte, wie z.B.
Planspiele, Workshops, Diskussionsveranstaltungen usw. wird hiervon
nicht berührt.
2. Mitglieder und Gliederungen der JEF setzen sich im Rahmen von
Europe@School weiterhin das Ziel, das Thema Europa verstärkt an
Schulen zu bringen, Europa erlebbar und erfahrbar und verstehbarer zu
machen. Im Besonderen soll über den Zugang der non-formalen
Bildungsarbeit Interesse bei den Schüler*innen für europapolitische
Themen geweckt und komplizierte Zusammenhänge erklärt werden.
3. Der Bundesvorstand der JEF Deutschland soll Europe@School in seiner
Arbeitsagenda und Kommunikation jeweils stärker mit berücksichtigen.
Auch die Landesverbände sollen ihre Arbeit in diesem Bereich stärken.
4. Eine Maßnahme zur Stärkung von Europe@School ist ein verbesserter
Austausch zwischen den Landesverbänden sowie mit dem
Bundesverband. Hierdurch soll das Angebot der europapolitischen
Bildungsarbeit der JEF weiterentwickelt, verbreitet und nachhaltig
gestärkt werden.
a. Der Austausch von grundlegenden Informationen zur Organisation
von Projekten an und mit Schulen, Konzepten, Materialien,
relevanten Kontakten usw. soll durch den Auf- und Ausbau einer
Datenbank für die Ehrenamtlichen der JEF erfolgen, die als
Plattform von Seiten des Bundesverbands zur Verfügung gestellt
und gemeinsam mit den Landesverbänden gepflegt wird.
b. Die bereits bestehende AG Europe@School soll ausgebaut,
institutionalisiert und der mündliche Austausch durch regelmäßig
stattfindende Telefonkonferenzen etabliert werden. Die
Landesverbände sollen eine Person für die Mitarbeit in der AG
Europe@School benennen.
c. Daneben sollen auch persönliche Treffen zwischen den
Bildungsakteuren der JEF regelmäßig ermöglicht werden, z.B.
durch die jährliche Organisation eines Kongresses, Workshops o.ä.
Der persönliche Austausch soll zunächst auf nationaler Ebene
etabliert und schließlich auf die Europaebene ausgeweitet werden.
Dabei soll auch die von JEF Europe bereitgestellte internationale
Datenbank für Europe@School Berücksichtigung finden.
5. Um einen nachhaltigen Erfolg im Zuge der europapolitischen
Bildungsarbeit der JEF zu ermöglichen, soll nach Kooperationspartnern
und Mittelgebern in diesem Bereich gesucht und Kooperationen
angestrebt werden.
6. Der Bundesvorstand der JEF soll die Zusammenarbeit mit der AG
Europabildung der Europa-Union Deutschland aufrechterhalten und stets
für eine personelle Vertretung bei den Treffen der AG Sorge tragen. Die
JEF unterstützen die Ziele auf Seiten der Europa-Union Deutschland im
Bereich der Europabildung, z.B. die Curricula hinsichtlich
europapolitischer Aspekte zu analysieren, Punkte zur Verbesserung zu
identifizieren und Veränderungen – z.B. durch den Austausch mit der
Politik – zu initiieren. Darüber hinaus soll die non-formale Bildungsarbeit
von wissenschaftlicher Seite her betrachtet und Vernetzungsangebote
hergestellt werden.

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