JEF - jung und politisch!


Die Jungen Europäischen Föderalisten sind seit 1949 kritische Begleiter des europäischen Einigungsprozesses. Als politische, aber überparteiliche Jugendorganisation versuchen wir dem Integrationsprozess neue Impulse zu geben und Konzepte für die Zukunft zu entwerfen. Ganz nach dem Motto „One generation ahead“ haben wir immer wieder Ideen entwickelt, die später in die Tat umgesetzt wurden. So forderten schon in den 1950er Jahren Vertreter der JEF, eine europäische Währung zu schaffen.

 

Im Mittelpunkt des politischen Programms steht die Forderung nach einer föderalen Verfassung für Europa. Im Mittelpunkt der europäischen Föderation sollen die Bürger stehen. Mit ihrer Stimme für die Bürgerkammer eines Zweikammerparlamentes sollen sie über die europäische Regierung mitentscheiden. In der Staatenkammer sollen die Interessen der Staaten und Regionen ihren Platz finden. Es geht nicht darum, den europäischen Superstaat zu schaffen, sondern eine föderale Union, die von unten nach oben aufgebaut ist. Nach dem Subsidiaritätsprinzip muss die Kompetenzverteilung dezentral sein und den unteren Ebenen genügend Spielraum für eigene Lösungen verbleiben. Die europäische Föderation soll auf den gemeinsamen europäischen freiheitlich-demokratischen Grundwerten beruhen.

 

Was mit der Gemeinschaft der Sechs begann ist nun zur Union der 28 geworden. Die JEF hat sich immer dafür eingesetzt, dass die Teilung Europas überwunden wird. Heute geht es darum, die bestehende Union zu konsolidieren und für weitere europäische Staaten offen zu stehen, um das Friedensprojekt Europa zu vollenden.

 

Der erweiterten Europäischen Union kommt eine wachsende Rolle in der Welt zu. Die Jungen Europäischen Föderalisten fordern seit langem, eine einheitliche europäische Außenpolitik, die die Werte und Interessen Europas glaubwürdig und effizient vertreten kann. Hier sind wirkliche Fortschritte bislang noch nicht erreicht worden. Ein starkes Europa in der Welt soll dazu dienen, Frieden und Wohlstand zu fördern, aber nicht als neue Weltmacht reine Machtpolitik betreiben. Eine besondere Verantwortung kommt den Beziehungen zu den benachbarten Staaten zu. Hier muss die Union aktiv dazu beitragen, dass sich Bürgergesellschaften und demokratische Strukturen entwickeln.

 

Die Jungen Europäischen Föderalisten verstehen sich auch als Anwalt der europäischen Idee und fördern die Verbreitung des europäischen Bewusstseins in der Gesellschaft und insbesondere unter Jugendlichen. Fragen der Europäisierung und der Europafähigkeit unseres Landes werden immer wichtiger. Hier setzen die JEF einen weiteren Akzent ihrer Tätigkeit.