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Vom 7. – 12. Mai wurde dieses Jahr die Europeanweek der Jungen Europäischen Bewegung durchgeführt. Mit Unterstützung des European Movement International und Förderung durch die Europäische Kommission konnten von Montag bis Freitag jeden Abend hochklassige Diskussionsrunden stattfinden. Montags, einen Tag nach der Wahl in Frankreich, beschäftigten sich Dr. Angelica Schwall-Düren MdB (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion), Dr. Ulrike Guérot, Dr. Kai-Olaf Lang und Dr. Eva Sabine Kuntz mit den deutsch-französischen Beziehungen und diskutierten unter dem Thema „Gestörtes Getriebe? Das deutsch-französische Paar als europäischer Motor“ auch die aktuellen Entwicklungen in unserem Nachbarland.
Dienstags sprachen der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Dr. Gerhard Sabathil, Sarah Seeger vom Centrum für angewande Politikforschung in München und Christoph Linden (stellv. Generalsekretär des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland) mit dem Journalisten Ingo Arzt über „Ein Nachruf? Über den Tod der nie geborenen EU-Öffentlichkeit“. Die drei Diskutanten sahen das Thema allerdings nicht so schwarz, wie der Titel der Veranstaltung suggerierte.
Am Mittwoch diskutierte Michael Roth (stellv. europapolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion) mit dem Atheisten und Islamwissenschaftler Dr. Ralph Ghadban und dem Filmemacher Philip Gröning. Timo Goosmann von Cafe Babel moderierte das aufgeladene Gespräch über „Union der Atheisten? Europa und die Religionen“ bei dem es neben dem Verhältnis von Islam, Judentum und Christentum in Europa auch um Atheismus und den Gottesbezug in der Verfassung ging.
Die Veranstaltung am Donnerstag hatte dagegen das wohl harmonischste Podium der ganzen Woche. Edda Rydzy (Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung), Nele Hertling (Akademie der Künste), Jürgen Fischer (Kulturhauptstadt 2010) und der Theaterregisseur Mottel Schuscha waren sich bei dem Thema „Lost in Translation? Die EU auf dem Weg zur Kulturgemeinschaft“ weitgehend einig: Es gibt keine einheitliche Europäische Kultur, und es soll sie auch nicht geben.
Am letzten Tag der Diskussionsveranstaltungen hielt Dr. Hans-Georg Wieck (Menschenrechte in Weißrussland e.V.) ein Impulsreferat über die Menschenrechte in Europa. In der anschließenden von Cornelius Adebahr (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik) moderierten Diskussion mit Michael Leutert (Obmann für DIE LINKE im Ausschuss für Menschenrechte im Deutschen Bundestag) und Ulrike Peifer (amnesty international) zu „Mythos Menschenrechte - Europas Geschenk an die Welt?“ kamen die Diskutanten dann auch immer wieder auf die Situation in Belarus zu sprechen.
Konsequenterweise wurde am selben Abend nach der Diskussion der Preis „Europäische Bewegung des Jahres 2007“ vom European Movement International und der Jungen Europäischen Bewegung in Deutschland an die polnische Organisation Wolna Białoruś (Freies Weißrussland) verliehen. Kuba Michałowski von Wolna Białoruś nahm den Preis nach einer Präsentation seiner Organisation entgegen. Der Abend klang, wie die übrigen Abende der European Week, bei einem Glas Wein aus.
Samstags wurde der Abschluss der European Week traditionell mit der Absolut European Party begangen. Ab 20 Uhr fanden sich in der Möbelfabrik JEBer und Freunde der JEB ein, und feierten bis tief in die Nacht.
Die gesamte Veranstaltung fand in Kooperation mit der Berlin Graduate School of Social Sciences der Humboldt-Universität zu Berlin, dem European Movement International, der Berlin Debating Union sowie der Internetzeitung Café Babel statt. Sie wurde gefördert von der Europäischen Kommission.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf: www.europeanweek.de
Kontakt: Michael Dollinger, stellv. Landesvorsitzender der JEB BB, michael.dollinger(at)junge-europaeische-bewegung.de
Autor: Michael Dollinger |