jef.info

Newsletter der JEF-Deutschland April 2007


Inhaltsverzeichnis


Editorial

JEF Aktuell
- "Europa bildet - Europa bilden": Jetzt anmelden!
- Wir holen Europa nach Thüringen!

Bericht aus dem Bundesvorstand
- „Ein Bayer auf der Suche nach der europäischen Identität“
- FC tagte in Berlin
- Erstes PFEV in diesem Jahr
- Referendumskampagne der UEF und der JEF
- Terminübersicht 2007

Ausschreibungen
- Sommerschulen des DAAD
- Auslandspraktikum mit Vimob


Editorial


Liebe JefferInnen, liebe Freunde der JEF,


in dieser Ausgabe des jef.info erfahrt ihr wie gewohnt alles rund um vergangene und zukünftige Projekte der JEF Deutschland. Begleitet Helmut bei seiner Selbstfindung in dem wohl längsten Artikel der jef.info-Geschichte und informiert Euch über die wichtigsten Termine für 2007. Ganz besonders möchte ich Euch das Bildungsseminar in Marburg ans Herz legen, für das ihr Euch ab sofort auf www.jef.de anmelden könnt.


Eine angenehme Lektüre wünscht Euch


Florian Pertenbreiter

stellvertretender Bundesvorsitzender

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JEF Aktuell


"Europa bildet - Europa bilden": Jetzt anmelden!


Das Seminar „Europa bildet – Europa bilden“, das vom 8.-10. Juni in Marburg stattfindet, nähert sich dem Thema Bildung aus einer Vielzahl von Perspektiven – Ziel ist es, im ersten Teil des Seminars Bildung in Europa als allumfassendes Konzept zu thematisieren, das weder auf einen bestimmten Lebensabschnitt, noch auf Institutionen wie Schule oder Universität beschränkt ist. Begriffe wie Lebenslanges Lernen, Bildungsgerechtigkeit und E-Learning sollen keine bloßen Schlagworte bleiben, sondern mit Leben gefüllt werden.

 

Zwar hat die EU keine gemeinsame Bildungspolitik, ist aber für Themen wie Vernetzung, Austausch oder multinationale Programme im Bereich Bildung zuständig. Im zweiten Teil des Seminars wird darüber diskutiert, wie eine zukunftsfähige Bildungspolitik aussehen sollte, die den hohen Anforderungen des 21. Jahrhunderts genügen kann und gleichzeitig die vielfältigen Bildungstraditionen in Europa berücksichtigt.

 

Die Anmeldung ist jetzt online möglich unter: www.jef.de

 

Kontakt: Karen Matzke, stellv. Bundesvorsitzende, karen.matzke@jef.de

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Wir holen Europa nach Thüringen!


Die Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland und der Landesverband Thüringen laden ein zum ersten Europaseminar in Erfurt:

 

„Thüringen, Deutschland und Europa“.

 

Ort: Erfurt, Jugendherberge Hochheimer Str.12

Zeit: Freitag 1. Juni 2007 bis Sonntag 3. Juni 2007

 

Anmeldung für alle aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (JEFer und noch nicht JEFer)

- Per Mail schnellstmöglich an: jef-thueringen@gmx.net

 

Kosten - 15 € pro Person (inkl. Verpflegung/ Übernachtung); Fahrtkosten werden teilweise erstattet

 

Inhalt:

Workshop 1 „Auch Thüringen ist Europa - Regionale Interessen im Mehrebenensystem“

Workshop 2 „5 Monate EU-Ratspräsidentschaft – Erfahrungen, Erfolge und was nun?“

Highlights:

Podiumsdiskussionen, Nachtwächterführung, Straßenaktion „Speak up Europe“, Party

 

mit Gästen unter anderem aus dem Deutschen Bundestag, dem Auswärtigen Amt, dem Europäischen Parlament, der Thüringer Staatskanzlei, der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, dem Europäischen Informationszentrums in Erfurt und der Universität Jena

 

Programm unter: www.jef-thueringen.de oder gern per Mail zugesendet!

 

Kontakt: Karola Erbstößer, Schatzmeisterin JEF Thüringen, jef-thueringen@gmx.net

 

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Bericht aus dem Bundesvorstand


„Ein Bayer auf der Suche nach der europäischen Identität“

 

„Internationales Seminar“; „europäische Identität“; Melds dich haolt mal aon, hab i mir daocht. Schaust mal, obs naocher a solch a Identität, haolt a europäische, gibt und waos sich naocher do dahinter verberger tut.

Also haob i mi am 23. März in ICE eini gsetzt und bin nach Berlin gefahren.

Á la Brockhaus: Identität, die: Gleichheit mit sich selbst. Auf ein solches Seminar muss man sich schließlich vorbereiten, gerade wenn es denn ein internationales ist.

Als Bayer überquert man die Landesgrenze ja immer mit etwas Wehmut. Aber dieses Mal wollte ich nicht nur körperlich in die Hauptstadt Deutschlands fahren, sondern eine Identitätssuche antreten, die gerade dort anfangen und an den Grenzen Europas enden sollte. Im Grunde mal wieder eine Suche nach dem eigenen „Ich“. Mit der Frage im Gepäck, wie ich mich als europäischer Mensch definiere, startete ich also in Bayern, um in Europa anzukommen. Bezeichnenderweise fühlt man sich auf einem solchen internationalen Seminar auch wirklich wie in „Europa“. „Oh how are you, were do you come from“ sind die Begrüßungsformeln auf dem internationalen JEF Parkett. Geantwortet wird dann: „I`m from Estonia, Greece, France, Norway,... Da man sich als Bayer aber mit der Identifikation des deutschen an sich bekanntlich etwas schwer tut, antwortete ich fachmännisch: „I`m from Augsburg, Bavaria“; nach einem Blick in das doch recht verständnislose Gesicht meiner hübschen Nachbarin aus Makedionia wagte ich einen erneuten Versuch: „So from Augsburg it`s near Munich“; zwar war ihr wohl bewusst, dass ich erwartete, dass jetzt alles klar wäre, jedoch Kenntnis sieht anders aus. Also dann halt doch über die brachiale Methode: „So it’s the city with the greatest beer fest of the world, you know the Oktoberfest“. Na also geht doch. Ein Grinsen und erleichtertes Verständnis huschten über ihr Gesicht.

Also beruht die europäische Identität, entwickelt aus den eigenen Erfahrungen, doch auf touristischen Klischee -Vorstellungen?

Aber um das herauszufinden war ich schließlich hier und hatte noch volle zwei Tage zur Beantwortung Zeit.

Dann also erst mal am Abend noch zur Hertie School of Governance zur Podiumsdiskussion. Plötzlich war Europa wirklich nah, als einer der Podiumsteilnehmer mit bewegter Stimme und unterdrückten Tränen vom Mauerfall keine hundert Meter von unserem Tagungsort entfernt erzählte. Auch diese geschichtlichen Ereignisse gehören also zur europäischen Identität. Diskutiert wurde, ob nach fünfzig Jahren Europa nicht endlich eine Verfassung mehr als notwendig wäre. Gerade Frau Jering, die stellvertretende Direktorin der deutschen Kommissionsvertretung, hatte viele Fragen aus dem Auditorium zur Frage nach der politischen Gestaltbarkeit einer europäischen Identität zu beantworten. Interessanter Aspekt, der auch später während der weiteren wirklich hervorragenden Präsentationen noch vertiefend behandelt wurde. Natürlich wurde dann anschließend mit den vielen internationalen Teilnehmern reger Gedankenaustausch bis spät in die Nacht hinein betrieben. Denn gerade nur so kann sich eine Identität auf europäischer Ebene entwickeln, in der Arena der Public Sphere.

Christoph Haug referierte zu diesem Thema am Samstagnachmittag, und die mediale Aufbereitung von europäischen Themen. Zuvor konnte ich anhand mehrerer Statistiken verfolgen, dass wohl die meisten Bürger Europas zwar die Europäische Union kennen, sich aber die Mehrheit sich nicht mit ihr in Gleichheit befinden. Interessant waren auch die länderspezifischen, regional aber unabhängigen Unterschiede. So fühlen sich die Deutschen wohl eher als Europäer, als zum Beispiel die Engländer. Diese Statistiken wurden im Rahmen des Vortrages von Frau Bücker eruiert und anschließend rege diskutiert. Recht spannend war auch der Einstiegsvortrag von einem Referenten, der die europäische Identität als genauso vielschichtig wie die europäische Zwiebel betrachtete.

Grundsätzlich wurde in den Diskussionen gesamtheitlich eine Entwicklung der europäischen Identität bejaht. Vollgepackt mit vielen Fragen ging es anschließend zum Abendessen, um dann im Hostel noch den Abend mit einer der legendären JEF-Partys zu beschließen. Es ist schon erstaunlich, wie manche die europäische Identität erleben.

Aber grundsätzlich geht es wohl genau darum: Man kann sich nur mit Europa identifizieren, wenn man dieses Europa lebt. Also nicht nur als Tourist umherreist, sondern Land und Leute kennen lernt, und sich die verschiedensten kulturellen Eindrücke zu eigen macht. Genau dies macht den postmodernen Menschen aber auch gerade aus. Dieses sich selbst definieren, über verschiedene einzelne Aspekte der, in unserem Fall, europäischen Umwelt.

Also Sonntag, aufwachen ist was anderes, der Begriff Qual passt da schon besser. Aber man ist schließlich auf einem JEF-Seminar. An allen Veranstaltungen teilzunehmen ist Pflicht. Nun auf zur letzten Runde, eine Podiumsdiskussion mit Prof. Nettesheim, Prof. Delhey, und Dr. Schulz-Forberg. Thema: „Zukünftige Perspektiven und Chancen einer europäischen Identität“. Diese Diskussion wurde von allen Teilnehmern als Highlight empfunden. Die Frage des Wochendes wurde noch einmal von allen Seiten beleuchtet, und sehr gut erfasst. Gerade die Zusammenstellung verdient höchste Anerkennung. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Praktikantin Elina, die das gesamte Wochenende, und auch während der Organisation im Vorfeld hervorragende Arbeit geleistet hat.

Abschließend wurde das Europa Festival am Brandenburger Tor besucht. Tausende Menschen feierten Europa, oder genossen zumindest ein tolles Spektakel im frühlingshaften Sonnenschein. Als krönenden Abschluss veranstalteten wir eine spontane fünf vor zwölf Demo für die Verfassung. Frau Merkel lief an uns in fünf Meter Entfernung vorbei, und als Reaktion auf unsere „Verfassung jetzt“ Rufe, stand am nächsten Tag in der Zeitung, dass unsere Kanzlerin eine neue Verfassungsvertragsdiskussion anstoßen möchte.

Als Abschluss und während der Heimfahrt versuchte ich die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen, und mir klar zu werden, ob meine Identität eine der europäischen Art sei. Aber ich glaube eine klare Antwort wird der Mensch auf solch eine Frage nie finden, denn dann müsste er sich im klaren darüber sein wer er ist. Diese Art der Selbstreflektion ist wohl nur aus einem ex post Standpunkt möglich.

Eines kann ich aber sagen, dieses Wochenende hat mir klar gemacht, dass es viele gerade junge Menschen gibt, die Europa leben und sich mit dieser Idee identifizieren.

Nichtsdestotrotz, als ich mein Freistaat Bayern Schild auf der Autobahn sah, fühlte ich mich wieder dahaom. I denk ma haot haolt viele Identitäten, a europäische und a bayerische. Vielschichtig sam mer haolt alle, geh.

 

Euer, Helmut

 

Kontakt: Helmut Kienle, stellv. Bundesvorsitzender, helmut.kienle@jef.de

 

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FC tagte in Berlin


Mit über 50 Teilnehmern hat das Federal Committee (FC) der JEF Europa in Berlin getagt. Das FC setzt sich aus Delegierten der nationalen Sektionen zusammen und berät über die politische und organisatorische Ausrichtung der JEF Europa. Bei der Sitzung standen Themen wie die Berliner Erklärung und die Referendumskampagne der UEF im Mittelpunkt.

Wer sich für die beschlossenen Resolutionen interessiert, melde sich bitte per e-Mail bei Jan Schubert.


Kontakt: Jan Schubert, Bundesvorsitzender, jan.schubert@jef.de

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Erstes PFEV in diesem Jahr


Am 28. März fand die erste Veranstaltung des Parlamentarischen Forums - Europas Verfassung im Reichstag in Berlin statt. Eingeladen hat die JEF gemeinsam mit dem Abgeordnetenbüro Roth und der Europa-Union den Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Herrn Silberberg und den Niederländischen Botschafter Herrn van Wulfften Palthe. Das Thema war die Berliner Erklärung vom 25. März. Beide Redner bewerteten die Erklärung aus ihrer Sicht und stellten sich den Fragen der 100 Gäste des Forums.


Kontakt: Jan Schubert, Bundesvorsitzender, jan.schubert@jef.de

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Referendumskampagne der UEF und der JEF


In einer gemeinsamen Kampagne sammeln UEF und JEF 1 Million Unterschriften. Die Kampagne fordert ein konsultatives, europaweites Referendum über den Verfassungsvertrag parallel zur Europawahl 2009. Auf www.europeanreferendum.eu werden bereits online Unterschriften gesammelt. Dort gibt es auch viele weitere Informationen zur Kampagne, an der sich die JEF mit eigenen Aktionen beteiligen wird. In Vorbereitung wird vom 20-22. April ein Koordinierungstreffen der Landesverbände in München stattfinden. In Kürze werden auf www.jef.de Hintergrundinformationen und Downloads zur Verfügung stehen. Also fleißig eintragen und Unterschriften sammeln!


Kontakt: Florian Pertenbreiter, stellv. Bundesvorsitzender, florian.pertenbreiter@jef.de

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Terminübersicht 2007


Neben dem im März durchgeführten Berlinseminar stehen für das Jahr 2007 noch viele weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Hier findet ihr die wichtigsten Termine zum Vormerken:

 

08.-10. Juni 2007:

Bildungsseminar: "Europa bildet - Europa bilden" in Marburg.

 

12.-14. Oktober 2007:

54. Bundeskongress in Köln.

 

09.-11. November 2007:

Migrationsseminar: "Migration und Integration in Europa - Junge Perspektiven" in Frankfurt.

 

Kontakt: Jan Schubert, Bundesvorsitzender, jan.schubert@jef.de

 

 

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Ausschreibungen


Sommerschulen des DAAD


Im Rahmen der Sommerschulen bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verschiedene Projekte in mehreren osteuropäischen Ländern und Russland an. Informationen gibt es unter: goeast.daad.de/content/aktuelles/sonderausschreibungen_index

 

Der Anmeldeschluss für die meisten der Projekte ist der 27. April 2007.

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Auslandspraktikum mit Vimob


Für die Auslandspraktika des Vereins für internationale Mobilität (Vimob), dem Kooperationspartner der JEF Deutschland, stehen noch Restplätze zur Verfügung. Das Programm beginnt am 15. April 2007.

 

Weitere Informationen: www.vimob.de

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