Donnerstag, 13. Oktober 2011
Europa muss weitergehen!

Programmatische Diskussionen, politische Beschlüsse, aber auch organisatorische Änderungen prägten den 58. Bundeskongress der JEF in Kiel.


Das Europa der Zukunft war das große Thema des JEF-Bundeskongresses 8. und 9. Oktober 2011 in Kiel.


Über 80 JEFerInnen aus ganz Deutschland und anderen Teilen Europas brachten neue Ideen in die Grundsatzprogrammdiskussion ein. Grundlage war ein Diskussionspapier des Bundesvorstands mit einem 10seitigen großen Wurf für eine föderalistische Union: In einer klaren Aufgabenteilung mit den Staaten entscheidet ein ähnlich deutschem Wahlrecht gewähltes Parlament auch über Ein- und Ausnahmen der Union an erster Stelle und macht damit die ökonomischen Grundentscheidungen wieder direkt durch die Bürger in Wahlen glaubwürdig entscheidbar, weil eine endlich voll handlungsfähige Union das Mandat der BürgerInnen auch tatsächlich umsetzen kann.


In zahlreichen Anträgen konkretisierten die Delegierten das JEF-Verständnis der EU als Wertegemeinschaft: Die JEF fordert einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen und fordert die EVP auf, ihre Mitgliedspartei Fidez angesichts demokratie- und grundwertegefährdender Politik in Ungarn zurück auf einen europäischen Weg zu bringen. Auch grundsätzlich fordert die JEF eine Offensive der Sachargumente gegen europaskeptischen Nationalpopulismus.

Nicht nur mit Blick auf die großartige JEF-Party im „Weltruf“ zu Balkan Beats weiß die JEF: Mit guter Laune lässt sich Europa am besten voranbringen. Folgerichtig fordert die JEF den Europatag 9. Mai zum unionsweiten Feiertag zu machen.


Als gelebte Solidarität nach innen beschlossen die Delegierten eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um die drastischen Förderkürzungen der Bundesregierung teilweise auffangen zu können. Von Kürzungen der Geldweitergabe ans Brüsseler JEF-Zentrum soll trotzdem abgesehen werden. Auch intern fordert die JEF Deutschland aber Reformen für noch effektivere Arbeit innerhalb der JEF Europa.
Der Europaverband war durch Pauline Gessant und Martin Fischer gut repräsentiert und in den Debatten dabei. Silke Gebel, Stefanie Scharrenbach und Jonathan Berggötz leiteten rekordverdächtig durch das volle Programm. Die Vielfalt inhaltlicher Arbeit innerhalb der JEF wurde im Weltcafé offensichtlich.

Eindrücke vom Kongress gib es in unserer Gruppe bei Facebook, alle Beschlüsse des Kongress hier. Videos zum Bundeskongress findet sich auf Vimeo: ein Ausblick auf 2012 vom Bundesvorsitzenden und eine Talkshow nach dem ersten Kongresstag.


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